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Mit 'Lointaine Patrouille' konnte ich meine Sammlung der Serie 'Mac Coy' von Antonio Hernández Palacios nun endlich komplettieren.
Antonio Hernández Palacios schuf sich in den früher 70er Jahren mit den Serien 'Manos Kelly' und 'El Cid', die auch auf Deutsch (v.a. in 'Primo') publiziert wurden, einen Namen.
Während 'Manos Kelly' noch in einfachen und realistischem Stil gehalten war, entwickelte Palacios diesen bereits mit 'El Cid' in eine eigenständige Richtung, welche sich in seiner - nach 'Manos Kelly' - zweiten Westernserie 'Mac Coy' immer stärker akzentuierte.
Auf Deutsch wurde 'Mac Coy' eine der vier Serien innerhalb der herrlichen Sammlung Die großen Edel-Western, die leider nach 40 Bänden verfrüht eingestellt wurde und nur die ersten zwölf Bänder der Serie 'Mac Coy' enthielt. Der Carlsen-Verlag publizierte Mac Coy (Carlsen) später in einer eigenen Serie, die jedoch mit Band 16 ihr frühes Ende fand.
Meine Sammlung konnte ich mit den französischen Ausgaben
der Bände 17 bis 21 komplettieren.
Die letzte Lücke der Sammlung war 'Lointaine Patrouille'. Palacios zeigt sich hier auf dem Höhepunkt seines Schaffens. Die Bilder sind
feinfühlig durchdacht und optisch beeindruckend komponiert. Palacios ist auf Augenhöhe mit Sergio Toppi oder Dino Battaglia.
Beachtlich ist auch die Colorierung. Typisch für Palacios ist der Einsatz einer breiten Farbpalette mit deutlich akzentuierten, teils
fast grellen Farbtönen, die die Eigenheiten seiner Zeichnungen herrlich unterstreichen.
Wer das Werk von Antonio Hernández Palacios noch nicht kennt, hat dazu neue Gelegenheiten. Der Avant-Verlag publiziert wunderschön aufgemachte Gesamtausgaben von Palacios bekanntesten Serien, die herzlich empfohlen seine. Aber Achtung: zwei der opulent ausgestatteten Bände sind bereits ausverkauft!