Hondo (Otto Janssen) ist ein schweizer Comickünstler, der leider nie die Beachtung erhielt, die er verdient hätte. Zeichnerisch auf Augenhöhe mit Grössen wie Jean Giraud hatte er leider nie das Glück, einen Szenaristen zu treffen, der Geschichten entworfen hätte, die ihm zum Durchbruch als Comic-Künstler verholfen hätten. Ende der 1990er-Jahre war er einer der ganz wenigen Schweizer Künstler, deren Arbeit qualitativ mit den Grossen der franko-belgischen Szene mithalten konnte, doch konnte er nie mehr als eine Reihe von Kurzgeschichten publizieren, die sein grosses Talent durchscheinen liessen, aber ihm nicht genug Freiraum gaben, um dieses Talent richtig entfalten zu lassen.

Die Widmung zeichnete Hondo (Otto Janssen) bei einem Treffen in Zürich 1992.
Hondo war damals in der überblickbaren schweizer Szene eine besondere Figur. Während die meisten seiner Kolleginnen und Kollegen versuchten, künstlerisch neue Wege zu suchen, sprachen seine Werke den damaligen Mainstream der Leserinnen und Leser an. Von seinen Kolleginnen und Kollegen erhielt er wohl gerade deshalb nicht den Respekt, den er verdiente. Für den Erfolg beim Publikum fehlten im jedoch Szenarien für albenlange Abenteuergeschichten mit denen er hätte brillieren können.